Ausgezeichneter Service der Fa. GüttIer
  Prismenwalze zur Grünlandpflege
  Kverneland Accord Scheibenschare
  Welche Erfahrungen liegen Ihnen bezüglich des Einsatzes
  Ihrer Frontpacker bei pflugloser Arbeitsweise vor?
  Wassersparende Bodenbearbeitung
  Prismenwalzen® in Front zur Rüben- oder Maissaat
  Anruf von Herrn Respondek
  Zuckerrübenbestellung mit der Kreiselegge?
  Saatbettbereitung / Kombination
  Ackerwalze - Anfrage in Top Ackertreff


Ausgezeichneter Service der Fa. GüttIer in Kirchheim/Teck  



Am Ostersamstag, den 30. März 2002 brach uns bei der Aussaat die Welle der 14 Jahre alten Güttler Prismen-Walze.

Direkte Telefonate mit unseren zwei ortsansässigen Landmaschinenhändlern blieben ohne Erfolg.

Einer war telefonisch nicht erreichbar, der zweite bemühte sich auch nicht, uns in irgendeiner Form weiterzuhelfen, was bestimmt auch auf den Zeitpunkt, Ostersamstag, ca.11.30 Uhr, zurückzuführen ist.

Daraufhin setzten wir uns mit dem HersteIler direkt in Verbindung. Dieser erklärte sich sofort bereit die benötigten Ersatzteite zusammen zu stellen und wir konnten diese um ca. 16.00 Uhr beim Hersteller abholen.

Nach ca. 600 km Fahrt und anschließender Reperatur konnten wir die Aussaat am späten Samstag Abend fortsetzen.

Oft steht nur der Verkauf von Neumaschinen im Vordergrund und der Service und die Weiterhilfe sind zweitrangig.

Deshalb möchten wir uns bei der Fa. Güttler für ihre Hilfe bedanken und können sie jederzeit weiterempfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Grünewald
56858 Rödelhausen





Prismenwalze zur Grünlandpflege 



Sehr geehrter Herr Beeck,

die selbstreinigende Prismenwalze PW 30 E/S mit Durchmesser 45/50 cm (Sonderangebot) eignet sich auch zur Grünlandpflege:

Die Prismenringe rollen nicht auf den Prismenspitzen ab, sondern eigentlich in den "Achselhöhlen" der Ringe. Dadurch greift die Prismenspitze in das Saatbett ein und bewirkt eine locker, krümelige Deckschicht über einem festen, wasserführenden Saathorizont. Gleichzeitig wird der Boden selektiert - Feinerde nach unten - Grobkrümel nach oben.

Ausführlich sind diese Zusammenhänge auf unserer Web-Site dargestellt, und zwar finden Sie sie unter dem Kapitel "Produkte" "Anhängewalzen" und darunter "Systemvergleich Ackerwalzen". Ausserdem "Walzen zur Pflege von Grünland" und darunter "Arbeitsweise".

Wenn Sie auf die kurze Grasnarbe (im Frühjahr oder nach einem Schnitt) mit einem Elektro-Streuer Grassamen ausbringen, so "massieren" Sie den Grassamen mit der Güttlerwalze regelrecht oberflächig in die Grasnarbe ein. Man ist natürlich dann auf nachfolgende Niederschläge angewiesen, was aber für andere Verfahren ebenso gilt. Wenn es nicht regnet, hilft alle Kunst nicht viel.

Momentan läuft an einem staatlichen Institut ein Versuch zum Thema "Grünlandnachsaat". Die Ergebnisse werden sicherlich nicht vor 2005 vorliegen.

Die selbstreinigende Prismenwalze ist aus zwei Halbsternen mit Durchmesser 45 und 50 cm aufgebaut, wobei der größere Halbstern um 5 cm nach oben durchschiebt und so die ausgezeichnete Selbstreinigung der Walze begründet. Umgekehrt kann der große Halbstern bei Bodenunebenheiten aber auch um 5 cm nach unten durchfallen und wirkt dann durch sein Eigengewicht von 16 kg pro Halbstern. Das bedeutet, daß eine starre 3-Meter-Walze auch auf Grünland eine ausreichende Bodenanpassung aufweist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Güttler





Kverneland Accord Scheibenschare

Weil ich verstärkt auf Mulchsaat setze bekomme ich Probleme mit den normalen Schleppscharen meiner Accord-Drillmaschine. Die Ablagegenauigkeit ist dann nicht gut genug, unter ungünstigenUmständen reicht der Feldaufgang nicht.

Wer hat Erfahrungen mit den CX-Scheibenscharen im Mulcheinsatz? Reicht der normale Striegel oder ist es sinnvoll gleich die Andruckrollen zu nehmen? Sind andere Systeme wesentlich besser? "viele Fragen"

Eine Nachrüstung wäre technisch kein Problem, könnte aber am Preis scheitern.

Guten Tag,

es gibt eine Möglichkeit, die normalen Schleppscharen mulchsaattauglich zu machen, indem man eine Räumspinne einbaut. Die Kosten dafür belaufen sich, je nach Reihenzahl und Ausrüstung. Preise auf Anfrage.

Die Saatgutablage von Schleppschar + Räumspinne steht den Rollschar in keiner Weise nach, im Gegenteil:

Jedes Rollschar hat die Tendenz, über Hindernisse hinwegzurollen, wo hingegen das Schleppschar zunächst versucht, das Hindernis zur Seite zu schieben. Wenn durch die Räumspinne Pflanzenrückstände zuverlässig entfernt werden, so läuft das Schleppschar auch bei Stroh störungsfrei und mit guter Tiefentreue.

Wird die Räumspinne nicht benötigt, so kann sie mit zwei Schrauben schnell abgebaut werden.

Bei 12,5 cm Reihenabstand genögt es, jedes zweites Schar mit einem Räumstern zu versehen.

Bei engeren Reihenabständen und Maisstroh wird neben jedes Schar eine Räumspinne gesetzt.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Güttler

Herr Eberhard fragt an:

Welche Erfahrungen liegen Ihnen bezüglich des Einsatzes Ihrer Frontpacker bei pflugloser Arbeitsweise vor?

Meine Bodenbearbeitung erfolgt nur mit Flügelschargrubber sowie Spatenrollegge.
Die Saat erfolgt mit einer gezogenen Universalsämaschine mit einer Geschwindigkeit von ca. 13-15 km/h. Bisher wird ein Frontreifenpacker mit 1,5 m AB mitgeführt, der noch aus der wendenden Bodenbearbeitung sowie nachfolgender zapfwellengetriebener Geräte stammt.
Der unterschiedlich rückverfestigte Saathorizont zwischen Schlepperspur und Reifenpacker (dazu noch ohne jeglichen Krümelungseffekt) macht sich im ungleichen Auflaufen der Saat stark bemerkbar.
Welche Art von Frontpacker würden Sie empfehlen bei relativ viel Ernterückständen sowie der hohen Arbeitsgeschwindigkeit.

Mit freundl. Grüssen

L. E.

Sehr geehrter Herr Eberhard,

bei hohen Geschwindigkeiten scheidet die selbstreinigende Prismenwalze Durchmesser 45/50 cm von vorneherein aus. Die Walze macht zuviel Raudau und auch der Verschleiß dürfte zu hoch sein.
Seit Jahren haben wir mit unserer Duplex gute Erfahrungen in Verbindung mit Drillmaschinen der Bauart "Rapid". Bei Einsatz auf gepflügten Flächen empfiehlt sich ein (jederzeit nachrüstbarer) Zinkenvorsatz (Einebnung, Krümelung). Bei pflugloser Arbeitsweise ist das aber eigentlich kein Thema.
Die Duplex gibt es mit Durchmesser 450 und 560 mm, wobei der größere Durchmesser natürlich leichter abrollt. Werkstoff in jedem Fall Sphäroguß.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Güttler

Herr Kettner fragt an:

Wassersparende Bodenbearbeitung

Brauche eine Packerwalze für meine Lely-Kreiselegge (3 m).
Wieviel wiegt und kostet eine Prismenwalze?

Diese soll ja recht gut sein.

Aber in Top Agrar 6/2000 war sie nicht die beste. (Test)

MfG

Albert Kettner
Albert.Kettner@t-online.de

Hallo Herr Kettner,

zunächst Anwort auf Ihre Frage zur Packerwalze an der Lely Kreiselegge:

Simplex-Prismenwalzen® Durchmesser 450 mm: Typ SX 30, Arb.-br. 2,92 m, Rahmenbreite 3 m (wegen STVZO).
Arbeitsbreite 2,92 m genügt, da die Säschare der Drillmaschine auf 300 cm minus 12 cm = 288 cm stehen.
(Es gibt noch eine SX 32 mit 3,08 m Arbeitsbreite aber 3,18 m Rahmenbreite)

Preise: auf Anfrage.

Antwort auf Ihr FAX vom 4.07.00 durch Herrn Güttler:

Zu Ihrer Aussage, die Simplex habe in TopAgrar nicht so gut abgeschnitten kann ich nur folgendes sagen:

Es handelt sich um eine Umfrage unter Besitzern. Die einzige Aussage, die man negativ auslegen kann ist, daß die Walze verklebt.

Leider kann man nicht verhindern, daß die Ringe bei feuchtem Boden verkleben (wobei die Synth. Ultra den Schmutz wieder schneller los wird als die Guß-Varianten). Im Gegensatz zu sonstigem Werbebrauch zeigen wir in unseren Prospekten auch verklebte Ringe.
Verklebte Ringe haben aber (außer dem Mehrgewicht) keine negativen Auswirkungen:

Trotz total verklebter Ringe gibt es selbst auf schwersten Böden keine verschmierten Zonen, die Säschare gehen problemlos auf Tiefe. Es gibt keine Strukturschäden.
Trotz total verklebter Ringe rollt die Walze in der Regel weiter ab ohne zu blockieren.

Im extremen Herbst 98 hat die Simplex gezeigt, was in ihr steckt.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Güttler

Anruf von einem Kunden aus dem Raum Worms:

Betreff: Prismenwalzen® in Front zur Rüben- oder Maissaat

Er hat im Frühjahr eine PW 600 in Halb-Synthetik mit Frontschubbock gekauft zur Rübensaat 12-reihig. Er ist Landwirt und Lohnunternehmer.
Hat in einem Fall bei einem Landwirt ein Flächenstück fertig gesät, das dieser mit eigner Technik, ohne Walze gesät hatte. Man sieht deutlich am Feldaufgang, wo er mit der Walze gesät hat.
Er sieht den Nutzen der Frontwalze wie folgt:
1) deutlich bessere Feldaufgänge
2) das Unkraut läuft schneller und gleichmässiger auf, die Spritzmittel wirken besser
3) deutlich geringere Verschlämmungsgefahr, gerade auf zur Verschlämmung neigenden Böden.
Hat sehr gute Feldaufgänge und gute Kritiken von den Kunden.
Hatte seither Rübensägerät 6-reihig und Prismenwalze® 3 Meter in Front. Viele Kunden wollten für die Walze nichts zahlen, nach dem Motto: Er kommt sowieso und hat die Walze dabei. Bei diesen Kunden hat er dann seither ein oder zwei Bahnen mit Walze gesät und dann die Walze angehängt. Man konnte dann schnell die Unterschiede sehen, so dass die Kunden dann im nächsten Jahr bereit waren, für die Walze etwas zu bezahlen.

Was für Rüben gilt, ist auch bei der Maissaat richtig!!

Anruf von Herrn Respondek:

Hat seit etwa 10 Jahren eine PW 30 E/S angebaut an seine selbstgebaute Kurzkombination (3 Reihen Federzinken). Schlepper John Deere 7610, kombiniert mit Drillmaschine. Bestellt damit alles ohne Kreiselegge, Vorteil hohe Schlagkraft geringer Verschleiss, Ackerfläche 150 ha.
Früher waren die Feldaufgänge auf der Anwand immer besser als im Feld. Seitdem er mit der Kombination arbeitet, sind sie absolut gleichmässig.
Er hat die Erfahrung gemacht, dass man besser aufhört mit Säen, sobald die PW 45/50 sich zu stark verklebt. Wenn man dann weiterarbeitet und es erzwingt, hat man schlechte Bestände, da der Boden in schlechte Struktur kommt.

Herr Specht fragt an:

Betreff: Zuckerrübenbestellung mit der Kreiselegge?

In diesem neuen Jahrtausend möchte ich meine Saatbettbereitung zu Zuckerrüben von der Saatbettkombination (defekt) auf die Kreiselegge umstellen. Ich möchte dazu folgende Maschine verwenden Kreiselegge mit Planierschiene und Stabwalze, dahinter wird eine Prismenwalze 33/38 angehängt.
Die Frage die sich nun stellt, was ist bei der Saatbettbereitung mit der Kreiselegge zu beachten und welche Vor- bzw. Nachteile gibt es. Desweiteren würde ich gerne wissen, ob ich vor die Prismenwalze nochmal eine Planierschiene bauen soll, weil die Stabwalze i.d.R. kleine Dämme hinterläßt.
Wir arbeiten vorwiegend auf Lehmböden.
Für Eure Tipps bedanke ich mich jetzt schon

MfG Willi Specht

Hallo Herr Specht,

was Ihnen vorschwebt, wird u.a. in Niederbayern seit Jahren mit Erfolg gemacht.
Eine Planierschiene vor der Prismenwalze® 33/38 brauchen Sie nicht, da die kleinen, von der Stabwalze hinterlassenen Wellen durch die nachlaufende Prismenwalze® eingeebnet werden. Wenn die Prismenwalze® diese Einebnung nicht mehr schafft, dann ist es weit zu nass für eine Rübenbestellung.
In einem nassen Frühjahr könnte man notfalls auch nur mit Stabwalze vorarbeiten und die Prismenwalze® mit den Rübensägeräten kombinieren (Fronthydraulik oder Frontlader, bzw. Prismenwalze® + Dreipunktgestänge + Rübendrille).
Wenn man natürlich die Stabwalze ersetzen will, weil man damit beispielsweise bei der Herbstbestellung an Grenzen stösst, kann man eine Simplex Prismenwalze® direkt anstelle der Packerwalze an die Kreiselegge anbauen. Diese eignet sich ebenfalls gut zur Bestellung von Rüben mit der Kreiselegge. In manchen Regionen, wo ausschließlich Saatbettkombinationen zur Rübensaat eingesetzt werden, nehmen die Landwirte die Simplex zur Rübenbestellung von der kreiselegge ab und kombinieren sie mit dem Rübensägerät.
Es ist somit "Geschmackssache", was einem besser liegt.

Mit freundlichen Grüßen

GÜTTLER GmbH
Hans Güttler


Hallo Willi,

auch wir haben Lehmboden, der besonders zum Verschlämmen und zur Erosion neigt. Deshalb bestellen wir seit Jahren unsere ZR im Mulchsaatverfahren. Zur Saatbettbereitung eignet sich so bei uns nur die Kreiselegge, bisher mit Stabwalze und angehängter Cambridge-Walze. Seit letztem Jahr haben wir eine neue Kreiselegge mit angebauter Prismenwalze® (Simplex).
Soweit ich das bis jetzt sagen kann, rückverfestigt und krümmelt die Prismenwalze® besser als die Cambridge. Mit der gab es nie Probleme wegen der Querdämme von der Stabwalze. Ich glaube das sollte bei Dir dann auch klappen.
Die Planierschine an der Kreiselegge braucht man eigentlich nur im Herbst, um die großen Kluten zurückzuwerfen.

MfG

Alexander Meintel
A.Meintel@t-online.de


Ich arbeite schon seit 10 Jahren mit der Kreiselegge als Bestellkombination für Rüben. Dabei habe ich folgende Punkte in Erfahrung gebracht:

Eine absolute Voraussetzung für saubere Arbeit ist, daß schon im Herbst das Feld saatbetteben gemacht wird. Wird mit der Kreiselegge in furchiges Gelände gefahren besteht gerade bei der Kreiselegge die Gefahr von Kluten.
Die Stabwalze ist ungeeignet und sollte entfernt werden. Anstelle der Stabwalze hat sich sich die Güttler Simplexwalze am besten bewährt, weil Sie unter allen Feuchtigkeitsverhältnissen am besten arbeitet. Zwischen Kreiselegge und Simplexwalze reicht eine kräftige Räumschiene. Es empfiehlt sich noch ein ganz leichter Nachläufer nach der Simplexwalze, die ich im Dreipunkt der Kreiselegge anhänge. Ich habe hierfür eine leichte Drahtwälzeggen aus einer uralten Kombination verwendet, die etwas breiter ist als die Kreiselegge.
Effekt: Wenn es ein bischen zu feucht ist, hinterläßt die Simplexwalze alleine tiefe Löcher und leichte Kluten, die in der Sonne aushärten würden. Links und rechts von der Kreiselegge entstehen außerdem unschöne kleine Dämme, die eingebnet werden sollten.
Bei einer Arbeitstiefe von 3 bis 5 cm erklärt sich von selbst, daß man entweder Niederdruckbreitreifen oder gute Zwilling hat. Im Frontanbau hat sich ein Reifenpacker, der mit Hydraulikdruck die Vorderachse entlastet bewährt. Damit wird die Spur der Vorderräder vermieden und zwischen den Schlepperrädern ähnlich verpresst wie unter den Rädern selbst.
Mit dieser Kompination kann man in einem weitem Feuchtigkeitsbereich arbeiten. Der Grad der Intensität der Bodenbearbeitung läßt sich über Zapfwellengeschwindigkeit und Fahrtgeschwindigeit gut regeln. Ich bin min dieser Kombination höchst zufrieden. Der bedeutendste Nachteil des Gespannes: Mit 3 meter Breite ist die Flächenleistung für ein 12 reihiges Sägerät nicht für den Parallelbetrieb ausreichend. Wer also sehr große Flächen mit hoher Schlagkraft bearbeiten muß, wird von der Kreiselegge Abstand nehmen müssen.

MfG

Dr. Josef Bosch

Herr Zeitz fragt an:

Betreff: Saatbettbereitung / Kombination

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin auf der Suche nach einer Saatbeetkombination für folgende Einsatzgebiet
Saatbeetbereitung nach dem Pflug für Getreide und Raps

Ich benötige:

1. Eine Kombination die einebnet und krümmelt

2. Eine Kombination die unanfällig auf Steine reagiert (hoher Kalksteinanteil)

3. Eine kombination die ein fertiges saatbeet hinterlässt

Vielleicht können Sie mir weiterhelfen.

Kai-Uwe Zeitz
79761 Waldshut-Tiengen

Sehr geehrter Herr Zeitz,

obwohl wir nicht wissen, wie schwer Ihre Böden tatsächlich sind und wie Sie arbeiten (Pflug mit oder ohne Packer, bleibt die Saatfurche zu Winterraps und Wintergerste länger liegen? etc.) versuchen wir, Ihre Fragen zu beantworten:

Grundsätzlich infrage kommen unsere Garopact Saatbettkombinationen, die in Arbeitsbreiten zwischen 2,5 und 6 Meter, mit verschiedenen Prismenwalzen-Typen angeboten werden.

1.) Krümelung und Einebnung

Nachdem Sie Kalkstein-Verwitterungsböden haben, dürfen wir davon ausgehen, daß die Böden nicht gerade leicht krümeln. Die NonStop-Zinken scheiden deshalb aus. Die Kulti-Zinken gibt es jetzt auch als robuste Ausführung mit Querschnitt 45x12, die hier sicherlich angebracht wäre.

Als Dreipunktgerät dürfen die Geräte nicht zu lang bauen. Deshalb sind die Zinken auf 3 Reihen verteilt mit 15 cm Strichabstand, ein nachfolgender Einebnungsstriegel ebnet zusätzlich ein und verbessert die Durcharbeitung.

Als Aufsattelgerät können wir die Zinken auf 4 Reihen verteilen mit einem größeren Abstand der Zinkenreihen zueinander (Durchgang) und auf 10 cm Strichabstand gehen. Nachfolgend ebenfalls Einebnungsstriegel.

Der Einebnungsstriegel kann wahlweise so eingestellt werden, daß er auf volle Arbeitstiefe der Kultizinken geht und damit die Durcharbeitung verbessert. Bei derben Steinen stellt man ihn aber besser so ein, daß er notfalls nach oben weg kann.

Zu den Geräten gibt es wahlweise einen vorlaufenden Einebnungsvorsatz. Wenn sehr viele große Steine da sind, muss man allerdings vorsichtig damit sein.

Bei normal feuchten Böden hängt nach unserer Erfahrung die Krümelung eines Geräts (gleich ob Kreiselegge oder gezogenes Gerät) entscheidend davon ab, wie gut die nachlaufende Packer-Walze krümelt. Je schwerer die Böden, desto schwerer muss auch die Walze sein.

Bei der normalen selbstreinigenden Prismenwalze® 33/38 cm wiegt die 6-Meter-Walze etwa 1200 kg. Ein damit ausgerüsteter Garopact 6 Meter lässt sich aufgrund der kompakten Bauweise noch gut als Dreipunktgerät beherrschen mit Schleppern ab ca. 120 PS (ebene Lagen) bzw. 140 PS (Hanglagen). Damit kommt man sowohl im Frühjahr auf allen Böden als auch im Herbst gut zurecht. Wenn die Böden sehr schwer sind, reicht diese Walze im Herbst bei trockenen Bedingungen allerdings nicht mehr aus, man muss dann mehrmals drüber.

Alternativ gibt es noch die Duplex® 45 cm mit 2100 kg bei 6 Metern bzw. die selbstreinigende Prismenwalze® 45/50 cm mit 2600 kg. Bei diesen schweren Walzen kann man die Geräte nur noch aufsatteln mit Fahrwerk. Wenn das Gerät vorwiegend zu Raps und Getreide im Herbst eingesetzt werden soll, empfiehlt sich die selbstreinigende Prismenwalze® 45/50 cm. Wird das Gerät auch im Frühjahr auf schweren Böden (trocknen in der Regel schlecht ab) oder im Spätjahr zu Winterweizen nach Zuckerrüben oder Körnermais eingesetzt, empfiehlt sich die Duplex®. Sie ist zum einen unempfindlicher bei stark klebenden Böden und hinterlässt bei feuchten Böden eine bessere Struktur, hier kann die 45/50 bereits des Guten zuviel werden.

2.) Unempfindlich gegen Steine

Hier kommt es stark darauf an, was man unter Steinen versteht. Gibt es grosse Steine, die fest im Erdreich stecken oder liegen die Steine nur lose oben auf. Eher lose Steine jeder Größe.

Bei obenauf liegenden Steinen bis etwa Faust-Grösse kann man das Dreipunktgerät mit Prismenwalze® 33/38 ohne Bedenken einsetzen.

Bei noch größeren Steinen wird man auf das Aufsattelgerät gehen, da hier zwischen den Zinken mehr Durchgang vorhanden ist und man auch die Duplex® in Sphäroguß einbauen kann.

Den Einebnungsstriegel wird man in steinreichen Böden so einstellen, daß er frei nach oben weg kann.

3.) Ein fertiges Saatbett mit wenig Überfahrten

Ist bereits unter Punkt 1 weitgehend abgehandelt.

Das Versprechen "einmal drüber - aller vorüber" bekommen Sie von uns allerdings nicht zu hören, dazu haben wir zu viel Erfahrung mit gezogenen Geräten.

Wenn eine gut eingebnete Winterfurche, gut abgetrocknet, vorliegt, kann man auch zu Zuckerüben mit einem einem Arbeitsgang auskommen. Diese Ideal-Bedingungen sind jedoch in der Praxis die Ausnahme. In der Regel empfehlen für Zuckerrüben zwei Arbeitsgänge: Den ersten ausreichend tief um gut einzuebenen. Wenn Tonböden unten noch sehr feucht sind, muss man natürlich flach bleiben und beim ersten Arbeitsgang Kompromisse bei der Einebnung hinnehmen. Gut ablüften lassen und beim zweiten Mal noch einmal ganz flach drüber.

Schwere Böden, ausgetrocknete Pflugfurche, wird man zur Raps- und Wintergersten-Bestellung, auch mit schweren Aufsattelgeräten, nicht immer in einem Arbeitsgang saatfertig bekommen.

Liegen zur Weizensaat im Spätjahr nach Körnermais oder Rüben zusammengefahrene, feuchte, Kaugummi-artige Böden vor, wird man die Kreiselegge auch dem besten gezogenen Gerät vorziehen.

4.) Arbeitsbreiten

Bitte, lassen Sie sich ein individuelles Angebot unterbreiten

Stets gerne zu Ihrer Verfügung, verbleiben wir

Mit freundlichen Grüßen

GÜTTLER GmbH
Hans Güttler

Liebe Kollegen,

Betreff: Ackerwalze - Anfrage in Top Ackertreff

wir wollen uns eine Ackerwalze anschaffen. Welche Ringform eignet sich am besten zum Anwalzen nach der Saat bzw. zum Festwalzen hochgefrorener Saaten - z.B. mit der Prismenwalze? Welche Arbeitsbreite können wir mit 115 PS ziehen in ziemlich hügeligem Gelände (sandige Lehme)? Ab welchem Gewicht braucht man eine Druckluft-Bremstanlage?

Danke für alle Antworten
Hans

Hallo Herr Holland,

die Prismenwalze eignet sich u.a. auch gut zum Anwalzen hochgefrorener Wintergetreide-Bestände.

Die Blatt- und Knotenverletzungen regen die Bestockung an. Pflanzen werden von den Prismenringen nicht herausgerissen. Dies bestätigen 20-jährige Erfahrungen in der breiten Praxis, es lässt sich aber notfalls auch theoretisch auf einem Blatt Papier herleiten. Die Prismenspitzen durchlaufen eine Zykloidenbahn (lässt sich am Reissbrett leicht konstruieren) und tauchen in den Boden senkrecht von oben ein und verlassen ihn ebenso. Es entsteht also keine Spitzenstellung, die in der Lage wäre, Pflanzen aus dem Boden heraus zu hebeln.

Die von der Prismenwalze typischerweise hinterlassene Struktur - unten est, oben locker - Feinerde unten - Grobkrümel oben - zeigt sich auch beim Einsatz auf hochgefrorenen Wintersaaten (sieht aus wie gestriegelt), das bedeutet:

Die Kapillarität ist gebrochen, die wertvolle Winterfeuchte bleibt erhalten, der Gasaustausch kommt in Gang, die Böden erwärmen sich schneller. Einer erneuten Verkrustung wird vorgebaut.

Die Walze lässt sich ebenso gut zur Grünlandpflege einsetzen im Frühjahr sowie zur Nachsaat von Grünland (Grassamen vor der Walze ausstreuen und anwalzen).

Zum Zugkraftbedarf haben wir folgende Erfahrungen:

Arbeitsbreite 12 Meter: in ebenem Gelände reichen 100 PS (6-Zylinder wegen des höheren Gewichts), in Hanglagen sollten es eher 140 PS sein.

Mit 115 PS dürften Sie mit 8 bis 9 Meter gut zurechtkommen.

Bremsachse:

Für angehängte Geräte gelten für Fahrten auf öffentlichen Strassen folgende Bestimmungen:

Sofern das Gesamtgewicht des Anhängegeräts über 3500 kg liegt, benötigen Sie eine Allgemeine Betriebserlaubnis, die Sie vom Hersteller bekommen.

Liegt gleichzeitig am Fahrwerk des Geräts die Achslast über 3000 kg, so benötigen Sie eine Betriebsbremse.

Bei 8 und 9 Metern wiegen unsere Walzen zwischen 4000 und 4500 kg, gleichzeitig liegen aber die Achslasten unter 3000 kg. Sie brauchen also wohl eine Allgemeine Betriebserlaubnis, aber keine Bremsachse.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Güttler