Frontgerät oder Frontgewichte?
Schlepper-Achslasten im Vergleich

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Schlepper: 100 PS - Vierzylinder, Turbo
Kreiselegge 3 m mit pneumatischer Drillmaschine 2400 kg

(incl. 500 kg Saatgut, Kreiselegge bis ca. 140 PS)
Duplex® 3 m mit Zinkenvorsatz in Front 1250 kg
(bei Ø 45 cm, bzw. 1475 kg bei Ø 56 cm)

  Auf der Anwand und auf der Straße Im Feld
während
der Arbeit
Kreiselegge
mit Packerwalze 500 kg
Kreiselegge
mit Synth. Ultra**
200 kg leichter
Gesamt-
gewicht
Vorder-
achse
Hinter-
achse
Vorder-
achse
Hinter-
achse
Vorder-
achse
Hinter-
achse
kg kg kg kg kg kg kg
Schlepper leer 5210 2084 3126     2084 3216
  maximal
zulässige
Lasten*
9000* 4000* 6500* * bei 50 km/h
und der dafür
vorgesehenen Bereifung
Kreiselegge
+ Drille
ohne Frontgewicht 7610 981) 75122) 2761) 71342) 2084 3216
  Frontgewicht 500 kg 8110 8131) 72972) 990 69202) 28006) 2910
  Frontgewicht 685 kg 8295 10423) 72532) 1210 68852) 30506) 28356)
  Frontgewicht 1000 kg 8610 1528 70822) 1706 66042) 35146) 26966)
Kreiselegge
+ Drille
und Frontgerät
Duplex® 3 m
Ø 45 mit Zinkenvorsatz 8860 2274 65865) 2450 6210 2084 3216
Ø 56 mit Zinkenvorsatz 90854) 2684 6401 2840 6040 2084 3216
* Kreiselegge mit Simplex aus leichtem Synthetik Ultra ausgerüstet = Gewichtsersparnis von 200 kg
= deutliche Reduzierung der Achslast hinten, bis zu 400 kg

Das zulässige Gesamtgewicht des Schleppers darf zur Fahrt auf öffentlichen Straßen keinesfalls überschritten werden.
Wird das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten, jedoch beispielsweise die zulässige Hinterachslast, so sollten Sie unbedingt mit dem Schlepperhersteller Rücksprache halten, ob eine Auflastung möglich ist.
 
1) Zu geringe Vorderachslast, nicht zulässig zur Straßenfahrt, der Gesetzgeber verlangt eine Mindest-Vorderachslast von 20% des Leerwewichts des Schleppers, hier 20% von 5210 kg = 1042 kg.
2) Zulässige Hinterachslast weit überschritten, beim Schlepperhersteller nachfragen, ob eine Auflastung möglich ist, bzw. welche max. Geschwindigkeit bei dieser Last zulässig ist.
Bodenverdichtung auf der Anwand?
3) Aus Gründen der Lenksicherheit schreibt der Gesetzgeber eine Mindest-Achslast vorne von 20% des Gesamtgewichts des leeren Schleppers vor. 20% vom Leergewicht 5210 kg = 1042 kg Mindest-Achslast vorne erforderlich, wofür ein Frontballast von 685 kg notwendig ist!
4) Zulässiges Gesamtgewicht leicht überschritten, fragen Sie den Schlepperhersteller, ob eine Auflastung möglich ist.
5) Zulässige Hinterachslast leicht überschritten, fragen Sie den Schlepperhersteller, ob eine Auflastung möglich ist, beachten Sie dabei jedoch, daß sich an allen Geräten Erde anhängen kann.
6) Der Schlepper ist während der Arbeit "kopflastig". Die kleineren Vorderräder sinken tief ein. Die geringe Hinterachslast kann in Hanglagen zu Abdrift führen.

Fazit: Ein Frontgerät verbessert die Achslastverteilung entscheidend: Die Achslast hinten wird abgesenkt (geringere Verdichtung auf der Anwand), während der Arbeit wird die Vorderachse nicht durch "toten" Ballast unnötig belastet.

Frontgewichte? Unnötige Belastung der Vorderachse während der Arbeit.
Die Vorderachse markiert tiefe Spuren.
Die Kreiselegge muß unnötig tief arbeiten (Verschleiß und Kraftbedarf).

Ein gutes Frontgerät: Entlastet die Vorderachse bei der Arbeit!
Spart Diesel und Arbeitsgänge!
Schont die Kreiselegge und Ihre Gesundheit!
Ein besseres Saatbett, bessere Feldaufgänge!
Insgesamt keine höhere Motorleistung erforderlich!